Ich baue dir einen Palast. Ein imposantes Gebäude, gute Bausubstanz, alles wird dir gehören. Du darfst sogar die Form der Türme bestimmen. Den Innenarchitekten einladen, wie eine junge Prinzessin durch die Räume schreiten, mit der Nase in den imaginären Wolken. Dann legst Du Dich auf die samtige rote Couch in unserem Gemach, schnipst mit den kostspielig manikürierten Fingern und man bringt Dir Champagner, die teuerste Sorte. Mit dem zartesten Steak, das Fleisch wird fast zergehen, wenn Du es nur anhauchst. Du wirst zufrieden seufzen. Das wirst Du.
Ich baue Dir einen Palast. Wir werden dort lange leben, wie in diesen alten Zeichentrickfilmen, wo das Glück am Ende fast vom Himmel fällt. Ich werde dich einfach für immer lieben, mit dir in Wohlstand baden und irgendwann in unserem Himmelbett sterben, weil Du immer eine kitschige Schlafstätte haben wolltest. Du bist meine Prinzessin, Dein Wunsch sei mein Befehl.
Ich baue Dir einen Palast, in dem du einfach nie mehr zittern musst, in einem Boot auf dem endlosen Meer. Wo sich die Tage und Nächte nicht ziehen und niemand friert. Du schläfst zusammengekauert neben mir und seufzt leise. Ich richte Deine alte Decke. Mein Schlaf hat sich einfach in den Wellen verfangen. Wir kommen noch an, ich bin mir sicher. Und dann bekommst du deinen Palast.
