Das Wollknäuel ist von meiner Mutter, aber Ariadne soll denken, dass sie mir die Fäden gab. Wir stehen am Eingang, es sieht jetzt schon bedrohlich aus, am Ende wartet bestimmt der Minotaurus, halb Mensch, halb Stier, wie in den Geschichten meiner Kindheit.
Ariadne, die eigentlich Anna heißt, schaut mich an, ihre grünen Augen zwinkern nervös, ihre Finger verhaken sich kurz in meinen Daumen, sie haucht einen Kuss auf meine Wange, bis gleich, ich schaffe das, das Labyrinth, es wartet. Der Mino wartet, ich werde siegen. Für mein Volk. Für uns.
„Guck mal, Digga, der ist druff. Läuft mit nem Wollfaden durch den Grugapark, hihi.“
,
