Archiv der Kategorie: Lyrik

noch stille

Und der Wind ist still.

Mehrere Monate fügten sich

Buchstaben nicht zu Wörtern,

Wörter nicht zu Sätzen.

Es war Wind und nasser Regen,

Sturm und Gefahr.

Es waren wache Nächte,

müde Tage und es schmerzt

immer noch,

aber vielleicht ist es nun still

und nicht mehr so unmittelbar,

vielleicht beruhigt sich alles

in festlichen Lichtern und dieses

verstummte, zerwindete,

fast vergessene

Schreiben kehrt

endlich

wieder

zurück.

Die weiße Taube

Mit blauem Himmel
und gelber Sonne,
auf grauem Pflaster
der lauten Stadt

saß einfach nur
die weiße Taube,
der Schnabel rosa
die Federn platt.

Ich schlich zu ihr
und fragte leise,
wo denn nun endlich
der Frieden sei.

Sie gurrte kurz
und putzte sich,
als schaue sie
an mir vorbei.

Sie flog hinfort,
ich stutzte leise.
Vielleicht ein Zeichen
Vielleicht auch nicht.

Bin ich ein Mensch
mit einer Meise
Und zu viel Hoffnung
Im Gedicht?

Theobaldy wäre stolz

Und ich sitze
die Uhr tickt Unruhe
Der Kaffee ist ein kalter See

Und die Worte
prallen an alte Wände
Ich male Rotstift-Sonnenstrahlen auf Papier.

Und entkommen
ist ein ferner Wunsch
Ich kette Gedanken an imaginäre Palmen.

Und der Sinn
bleibt mir so oft verborgen
Ich bin gefangen in der Lehrerkonferenz.